Österreich
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Einreise & Visum

Ein Schengenvisum berechtigt zum Aufenthalt von bis zu 90 Tagen im Zeitraum von 180 Tagen. Ein Visum D berechtigt zum Aufenthalt in Österreich für die Dauer ab 91 Tagen bis zu sechs Monaten und wird für die ein- oder mehrmalige Einreise ausgestellt. Ein Visum berechtigt jedoch nicht zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.

Visa sind grundsätzlich an der für den Wohnsitz des Antragstellers / der Antragstellerin zuständigen Österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft bzw. Konsulat) zu beantragen.

Bürgerinnen / Bürger bestimmter Staaten (u.a. USA, Australien, Kanada, Japan), für die aufgrund bi- oder multilateraler Abkommen die Visapflicht aufgehoben wurde, benötigen kein Visum, sofern sie sich maximal 90 Tage in Österreich aufhalten und keine Erwerbstätigkeit ausüben. Eine Liste von Staaten mit Visa-Freiheit sowie weiterführende Informationen finden Sie auf der Website Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten.

Aufenthaltstitel

EWR-Staatsbürgerinnen / EWR-Staatsbürger sowie Staatsbürgerinnen / Staatsbürger aus der Schweiz brauchen für den Aufenthalt in Österreich keinen Aufenthaltstitel. Sie haben das Recht auf Aufenthalt in Österreich für einen Zeitraum von drei Monaten. Dieses Recht besteht unabhängig von einer Erwerbstätigkeit.

Bei Aufenthalten ab drei Monaten muss eine Anmeldebescheinigung bei der Niederlassungsbehörde (örtlich zuständige Landeshauptfrau / zuständiger Landeshauptmann bzw. von ihr / ihm ermächtigte Bezirksverwaltungsbehörde) beantragt werden. Sie erwerben nach fünf Jahren rechtmäßigem und ununterbrochenem Aufenthalt in Österreich das Recht auf Daueraufenthalt. Auf Antrag wird ihnen eine "Bescheinigung des Daueraufenthalts" ausgestellt.

Bürgerinnen / Bürger aus Drittstaaten, die sich innerhalb eines Jahres länger als sechs Monate in Österreich aufhalten wollen, benötigen einen Aufenthaltstitel. Aufenthaltsbewilligungen sind Aufenthaltstitel, die für einen temporären Aufenthalt ohne Niederlassungsabsicht ausgestellt werden. Im Gegensatz dazu ist die Rot-Weiß-Rot – Karte ein flexibles Zuwanderungssystem, das qualifizierten Arbeitskräften aus Drittstaaten und ihren Familienangehörigen eine auf Dauer ausgerichtete Zuwanderung nach Österreich ermöglicht.

Anträge auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung sind meist persönlich vor der Einreise nach Österreich bei der für den Wohnsitz der Antragstellerin / des Antragstellers zuständigen Österreichischen Vertretungsbehörde einzubringen. Für bestimmte Personengruppen ist eine Antragstellung auch in Österreich möglich (unter anderem Bürgerinnen / Bürger aus Staaten mit Visa-Freiheit und für Künstlerinnen / Künstler). Über den Antrag entscheidet die Niederlassungsbehörde (örtlich zuständige Landeshauptfrau / zuständiger Landeshauptmann bzw. von ihr / ihm ermächtigte Bezirksverwaltungsbehörde).

Beschäftigungsbewilligung

EWR-Staatsbürgerinnen / EWR-Staatsbürger (mit Ausnahme von Kroatien) haben freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Sie können sich im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit und Niederlassungsfreiheit in Österreich frei bewegen und daher grundsätzlich einer Erwerbstätigkeit nachgehen, sofern sie über ein gültiges Reisedokument verfügen. Zu beachten ist, dass hierzu Übergangsregelungen bzw. -fristen mit Rumänien und Bulgarien bestehen.

Bürgerinnen / Bürger aus Drittstaaten benötigen zur Aufnahme einer legalen Erwerbstätigkeit in Österreich, neben einem gültigen Aufenthaltstitel, eine behördliche Bewilligung durch die jeweilige regionale Geschäftsstelle des Österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS).

Der Antrag auf Erteilung der Beschäftigungsbewilligung ist von Arbeitgeberin / Arbeitgeber zu stellen. Bereits vor Beginn der Beschäftigung muss die Bewilligung erteilt sein. Darüber hinaus ist die Arbeitgeberin / der Arbeitgeber verpflichtet, innerhalb von drei Tagen Beginn und Ende aller Beschäftigungsverhältnisse dem Arbeitsmarktservice zu melden. Die unzulässige Beschäftigung wird von der Finanzpolizei, einer bundesweiten Betrugsbekämpfungseinheit des Finanzministeriums, streng kontrolliert und ist mit hohen Geldstrafen bedroht.

Für bestimmte Künstlergruppen gibt es eine Ausnahmeregelung für zeitlich beschränkte Auftritte. Auch Filmschaffende stellen eine solche Künstlergruppe dar. Sie dürfen daher entweder einen Tag lang oder vier Wochen im Rahmen einer künstlerischen Gesamtproduktion ohne Bewilligung beschäftigt werden. Zweck dieser Beschäftigung muss die Sicherung der laufenden Filmproduktion sein. Die Beschäftigung ist von der Produzentin / dem Produzenten am Tag der Arbeitsaufnahme der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice anzuzeigen.

Das Arbeitsmarktservice kann durch eine Sicherungsbescheinigung dem Arbeitgeber zusichern, dass die (visumspflichtige) Künstlerin / der Künstler eine Beschäftigungsbewilligung erhält, wenn diese / dieser eine entsprechende Aufenthaltsbewilligung / ein entsprechendes Visum erhalten hat. Sie wird für maximal 26 Wochen ausgestellt. Voraussetzung ist, dass die Künstlerin / der Künstler nicht länger als sechs Monate beschäftigt wird. Von der Sicherungsbescheinigung für Künstlerinnen / Künstler ist auch das technische und administrative Personal erfasst.

Eine Arbeitgeberin / ein Arbeitgeber, die / der keine EWR-Bürgerin / kein EWR-Bürger ist bzw. deren / dessen Unternehmen keinen Sitz im EWR hat, muss für  ihre / seine ebenfalls Nicht-EWR-Arbeitnehmerin / Nicht-EWR-Arbeitnehmer im Falle einer Tätigkeit in Österreich ebenso eine Sicherungsbescheinigung beantragen. Dabei ist es zweckmäßig, eine österreichische Bevollmächtigte / einen österreichischen Bevollmächtigten (Person oder Unternehmen) einzuschalten, die / der in ihrem / seinem Namen und Auftrag die Antragstellung übernimmt.

Entsendet eine Arbeitgeberin / ein Arbeitgeber mit Betriebssitz im EWR eine EWR-Bürgerin / einen EWR-Bürger (ausgenommen Kroatien) nach Österreich, ist keine Bewilligung erforderlich. Die / der ausländische Arbeitgeberin / Arbeitgeber hat die Entsendung spätestens eine Woche vor Arbeitsaufnahme bei der Zentrale Koordinationsstelle des Bundesministeriums für Finanzen (ZKO) zu melden.

Entsendet eine Arbeitgeberin / ein Arbeitgeber mit Betriebssitz außerhalb des EWR eine Nicht-EWR-Bürgerin / einen Nicht-EWR-Bürger bzw. kroatische Staatsbürgerinnen / Staatsbürger nach Österreich, um hier an einem nicht länger als sechs Monate dauernden Projekt mitzuwirken, ist eine Entsendebewilligung erforderlich. Die Entsendebewilligung ist von der inländischen Auftraggeberin / vom inländischen Auftraggeber beim Arbeitsmarktservice für maximal vier Monate zu beantragen.

Im Zusammenhang mit kurzfristigen Arbeitsleistungen (maximal vier Monate), für die ihrer Art nach inländische Arbeitskräfte nicht herangezogen werden, wie geschäftliche Besprechungen, Besuche von Messeveranstaltungen und Kongressen und dergleichen, ist eine Beschäftigungsbewilligung oder Entsendebewilligung nicht erforderlich.

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